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Mo
PRODUCING mit JOM361 (17-20 Uhr)
Di
Soko116 (Wedding)
PRODUCING mit Boga (16-19 Uhr)
mi
Lette51 (Reinickendorf)
RAP mit Drop Dynamic (17-20 Uhr)
RAP mit HRF (16-19 Uhr)
HIPHOP DANCE mit Rahel (17-18 Uhr)
GRAFFITI mit Flacko & Florian (16-19 Uhr)
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Streetunivercity (Kreuzberg)
fr
RAP&SONGWRITING mit Tierstar (16-19 Uhr)
TIK Berlin (Tempelhof)
RAP mit Noel (17-20 Uhr)
MDP Mädchentreff (Spandau)
DANCE 4GIRLZ mit Sinaya (16-18 Uhr)
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rap
Zu deutsch >Sprechgesang< ist wahrscheinlich das bekannteste Element der Hip Hop Kultur, aufgrund seiner Reichweite. Rap sind Texte, die sich oftmals reimen und auf einen Beat angepasst sind.
Sie waren ursprünglich ein kraftvolles Sprachmittel der unterdrückten und vernachlässigten afroamerikanischen Community, die so sprachfähig wurden über die ungleiche Behandlung gegenüber weißen Amerikanern und der sozialen Ungerechtigkeit ihrer Umgebung zu sprechen. In der Bronx, einem ursprünglichen Armenviertel New Yorks, stieg aufgrund der Perspektivlosigkeit der Jugendlichen die Aggressivität und Gang Rivalitäten entstanden. 1974 gründete DJ Afrika Bambaataa die >Zulu Nation<, nachdem sein bester Freund in Gang Rivalitäten starb. Das Ziel war Werte des HipHopsBattle, (Respect, Consciousness und Realness) zu etablieren und Konflikte gewaltfrei über sogenannte Battles im Rap und Breakdance zu lösen.
Rap entstand als Praxis durch die MCs: „Masters of Ceremony“ (wörtlich „Zeremonienmeister“), welche das Publikum der DJs bespaßen, sie zum Tanzen auffordern oder durch intelligente Wortspiele andere MCs übertrumpfen sollten.
beatproducing
Die Geschichte des Beatproducings ist eng mit der Entstehung des Djings innerhalb der Hip Hop Kultur verbunden.
In den sozial benachteiligten Gegenden wie der bekannten “Bronx” wurde Musik zu einem Sprachrohr und Vernetzungsinstrument der afroamerikanischen Community. Da oft das Geld für Instrumente nicht da war, begann die Suche, wie die Raptexte musikalisch untermalt werden könnten. In den 1970er Jahren entwickelten DJs wie Afrika Bambaataa und Grandmaster Flash den neuen Sound der >Breaks, scratches, loops<. 1979 entwickelte Roger Linn den ersten digitalen Sampler/ Drummachine, die >Linn LM-1<. Im Jahr darauf folgte die Roland TR-808. Das war der Startschuss für die stetige Weiterentwicklung der virtuellen Beatproduktion.
Spätestens durch das World Wide Web ab 1991 und Youtube 2005 wurden Beats und Programme auch für Laien zugänglich und damit inflationär in der Jugendkultur.
Hip Hop Dance ist eine aus den 80er entwickelter Tanzstil, die aus der Hip Hop Party Szene aus der USA stammt. Mit der Entstehung der Hip Hop Musik, verbreitete sich der “Social Party Dance” immer weiter und ist auch in Deutschland populär.
Buddha Stretch und Henry Link entwickelten die ersten Social Party Dance Schritte, die heutige Hip hop Tänzer in eine Choreografie oder in ihren eigenen Freestyle miteinbauen.
In Hip Hop Dance geht es um Community, Empowerment und gegenseitige Liebe.
Hip hop dance
Graffiti
Graffiti entstand in den 1970er Jahren in New York. Jugendliche begannen, ihre Namen und Zeichen auf Züge und Wände zu schreiben. Aus einfachen Tags entwickelten sich Styles, Pieces und Murals. Graffiti wurde ein zentrales Element der HipHop-Kultur.
Auf der Straße entstanden Crews und Wettkämpfe um Style, Technik und Originalität. Bekannte frühe Namen sind Taki 183, Dondi und Seen. Graffiti war von Anfang an Ausdruck von Identität und Sichtbarkeit im Stadtraum.
Heute ist Graffiti weltweit Teil von Street Art und Urban Culture. Es gibt internationale Jams, Ausstellungen und Festivals. Graffiti verbindet Handwerk, Design und persönliche Handschrift.
djing
DJing ist das erste Element des Hip Hop. Es bildet die Grundlagen, auf denen sich die anderen Elemente entwickeln konnten.
Die Erfindung der Schallplatte, 1887 in den USA, durch den deutschstämmigen Emil Berliner, war die notwendige revolutionäre Erfindung fürs heutige DJing. Bevor DJing zu einer Kunstform in den Clubs wurde, war es die Bezeichnung für die Personen, die im Radio die Plattenspieler anmachten. DJ Kool Herc, der auch Vater des HipHops genannt wird, war Mitbegründer der so genannten Blockpartys. Er erkannte, dass es bei seinem Publikum gut ankam, wenn er die Percussion Ausschnitte abwechselnd abspielte. Durch das verlängern und springen zwischen zwei Musikstücken entstand der sogenannte >Break<. Weitere Arten die Beats der Tonspieler miteinander zu vermischen entstanden besonders durch Grandmaster Flash. Er erfand den >Backspin<, welcher durch kleine Rückwärtsdrehungen entsteht. Darauf folgte dann auch das "Scratching" was das stetige Vor- und Zurückdrehen einer bestimmten Stelle eines Songs beschreibt.
breakdance
Entstanden in den 1970er Jahren, als die DJs Breaks entwickelten. Das Stoppen und ineinander mischen von Songs führten zu diesem Tanzstil der Jugendszene der Bronx. Auf der Straße entstanden Battles, in denen sich die Tänzer durch besondere Anpassung an den Beat oder akrobatische Elemente versuchten gegeneinander zu duellieren. Bekannte Breakdance Songs der ersten Zeit sind "Apache" von Incredible Bongo Band, "Just begun" von Jimmy Castor Bunch, "The Mexican" von Babe Ruth, "Give it up or turn it loose" von James Brown. Das bekannteste internationale Dance Battle für sogenannte B-Boys und B-Girls ist das >Battle of the Year<. Break Dance ist so bekannt geworden, dass es 2024 sogar eine Disziplin auf der Olympia in Paris werden soll.
beatboxing
Beatbox entstand in den 1980er Jahren in der New Yorker HipHop-Szene. MCs nutzten Mund, Lippen und Stimme, um Beats zu erzeugen, wenn keine Drum Machines oder DJs da waren. So entstand ein eigener Musikstil, der Rhythmus und Percussion nur mit dem Körper erzeugt.
Frühe Beatbox-Pioniere sind Doug E. Fresh und Biz Markie. Sie prägten den Sound und machten Beatbox zu einem festen Teil von HipHop. Beatbox wurde Teil von Live-Auftritten, Cyphers und Battles.
Heute ist Beatbox eine eigene Disziplin mit internationalen Wettbewerben wie der Beatbox World Championship. Beatbox verbindet Technik, Timing und Kreativität und passt perfekt zu Rap und Freestyle.